Die Kostenwahrheit

Es ist Zeit, die Wahrheit auszusprechen, denn wir haben uns, auf Kosten unserer Enkel und künftigen Generationen, in manchen Dingen getäuscht oder täuschen lassen. Deshalb widmet sich unser ETÖ seit einiger Zeit ganz besonders diesem Thema:

Die KostenWAHRHEIT

Was das ist? – „Kostenwahrheit ist ein Zustand in der Volkswirtschaftslehre, in dem alle Kosten, die infolge eines Tuns oder Unterlassens entstehen, von den Verursachern getragen werden.“

Wenn also Umweltschäden von einigen wenigen Ausbringern verursacht werden, um „billiger“ zu produzieren oder sich einen höheren Gewinn oder Marktvorteil zu verschaffen, sollte das auch dem Verursacher zugeordnet werden. Derzeit ist das meist nicht der Fall, die hohen Kosten für das nicht nachhaltige Verhalten einiger Branchen, die Reparaturkosten, etc. zahlen, Jahr für Jahr, oft unbewusst und versteckt, die Steuerzahler:innen, also: wir alle. Unsere Kinder und Enkel voraussichtlich noch drastischer und das, möchten wir für ein Enkeltaugliches Österreich ändern.

Es heißt auch: „Fehlende Kostenwahrheit kann zu Marktverzerrungen führen.“

Das stimmt! Denn wenn ganz bewusst Umweltschäden oder deren ständige Behebung, nicht dem Produkt, zum Beispiel dem Lebensmittel, zugeordnet werden, sind genau die Produkte meist am billigsten, die uns langfristig am teuersten zu stehen kommen. Fast unglaublich, oder? Aber… die Wahrheit.

Was hat das mit Bio zu tun?

Die intensive Lebensmittelproduktion mit chemisch-synthetischen Pestiziden verursacht Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschäden, für die wir zu einem späteren Zeitpunkt als Gesellschaft, unter anderem in Form von Steuern, bezahlen. (Belastung des Trinkwassers durch schnelllösliche Mineraldünger und chemisch-synthetische Pestizide, Abnahme des Humusanteils im Boden, Luftverschmutzung, Biodiversitätsverlust, Klimaemissionen,…)
Diese Folgekosten sind derzeit nicht dem Produkt zugeordnet. Es herrscht keine Kostenwahrheit.

Könnte es also sein, dass BIO gar nicht teurer ist?

Könnte es sein, dass wenn Kostenwahrheit bereits herrschen würde, nachhaltige Produkte generell weniger kosten würden?
Oder dass es dann systemisch Sinn machen würde, auch in der öffentlichen Beschaffung Bio einzukaufen, um uns vor den Folgekosten zu schützen?

Ja.

Aber, würde das Essen dann noch teurer werden?
Nein, keine Sorge, das wäre zu kurz gedacht! Es bräuchte keine Budgeterhöhung, um Bio einzukaufen oder als öffentliche Stelle zu bestellen, sondern lediglich eine Budgetberichtigung. Das heißt anstatt dass der Staat hunderte Millionen Euro pro Jahr extra für die Reparatur von vermeidbaren Umweltschäden und Strafzahlungen o.ä. ausgibt, wäre die nachhaltigste Lebensmittelproduktion am besten unterstützt und gefördert. Somit wäre es auch am günstigsten, nachhaltig einzukaufen. Würde uns das nicht alle begeistern? Ja.. so schön ist sie, die „Kostenwahrheit“.

 

Kostenwahrheit - True Cost - Enkeltaugliches Österreich

 (Anmerkung: Und gleich vorweg, nein, wir würden dadurch nicht die Versorgungssicherheit gefährden, sondern eher langfristig, generationenübergreifend unterstützen)

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