
EU-Parlament beschließt Deregulierung, Bio bleibt gentechnikfrei und nachvollziehbar
Wien, 17. Juni 2026 – Das Europäische Parlament hat heute den umstrittenen neuen Rechtsrahmen für Pflanzen aus Neuer Gentechnik beschlossen. Enkeltaugliches Österreich (ETÖ) kritisiert, dass zentrale Forderungen zahlreicher Organisationen aus Agrar-, Umwelt- und Lebensmittelbranche sowie von Unternehmensseite nach durchgehender Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von der Mehrheit des EU-Parlaments nicht berücksichtigt wurden.
Das ist eine Hiobsbotschaft für die Souveränität des europäischen Lebensmittelsystems – und für Konsument:innen in Europa, welche damit in Zukunft nicht mehr umfänglich frei entscheiden können, ob sie Lebensmittel aus NGT kaufen oder nicht. Denn die verpflichtende Auszeichnung von Gentechnik fällt mit dem neuen Gesetz weg. Und das, obwohl Umfragen seit vielen Jahren klar zeigen, dass die deutliche Mehrheit der Bevölkerung keine mit NGT produzierten Lebensmittel haben möchte.
Aus Sicht von ETÖ gewinnt damit gleichzeitig insbesondere die biologische Land- und Lebensmittelwirtschaft sowie die Gentechnik-freie Produktion weiter an Bedeutung. „Bio bietet künftig eine noch deutlichere Orientierung in einer zunehmend komplexen Lebensmittelwelt. Denn bei Bio bleibt klar definiert und kontrolliert, dass Gentechnik dort keinen Platz hat. Damit wird das Bio-Siegel zu einer noch wichtigeren Entscheidungshilfe und einem noch deutlicheren Differenzierungsmerkmal“, betont Markus Leithner, Strategischer Leiter von ETÖ.